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Matthias Lanzinger im Interview

Über sein Haus, sein Leben und Gaulhofer.

Mit 3 Jahren stand er das erste Mal auf Skiern, zehn Jahre später fuhr er im Landeskader des Salzburger Skiverbandes. Darauf folgten der Einstieg in den ÖSV und der Aufstieg ins internationale Spitzenfeld. Über ein Jahr nach seinem tragischen Sturz in Kvitfjell und dem abrupten Ende seiner Profikarriere, ist die Motivation von Matthias Lanzinger ungebremst.

Gemeinsam mit Ihrer Freundin Eva haben Sie sich in Salzburg ein neues Heim geschaffen – wie können wir uns Ihr Traumhaus vorstellen?

Wir leben im Grünen auf etwa 160 Quadratmetern in einem zweistöckigen Massivholzhaus Schon bei der Planung des Hauses waren für uns die Funktionalität und die Schaffung eines warmen, angenehmen Raumklimas vordergründig. Und dazu gehören natürlich auch die Fenster.

Aus welchen Fenstern blicken Sie, wenn Sie morgens aufstehen?

Aus Glassline Holz-Alu-Fenster von Gaulhofer und das übrigens nicht nur beim Aufstehen (schmunzelt). Wir haben auch absichtlich keine Vorhänge angebracht, damit das großartige Design der Fenster zur Geltung kommt.

Wie sind Sie auf dieses Modell gekommen?

Unser ursprünglicher Gedanke war, Fenster einzubauen, die Natürlichkeit haben und sehr warm wirken – als wir dann das Modell Glassline gesehen haben, ist auch das Design in den Vordergrund gerückt … Für uns ist das Modell Glassline, das perfekte Fenster: Die perfekte Verbindung von Natürlichkeit und Design, und dazu kommt noch die Witterungsbeständigkeit durch die Aluverstärkung auf der Außenseite, was das Fenster auch extrem pflegeleicht macht.

Gaulhofer begleitet Sie nun schon ziemlich lange, was verbindet Sie?

Treue und Kontinuität auch in unvorhergesehenen Situationen. Wir sind nun schon im vierten Jahr unserer Zusammenarbeit – eine Zusammenarbeit in der Loyalität eine große Rolle spielt, was mich sehr freut. Wenn ein Partner so zu mir steht, versuche ich so viel wie möglich zurück zu geben.

Was den Einbau der Fenster betrifft: Ihr ehemaliger Teamkollege Hannes Reichelt hat ja angeblich alle Fenster selbst eingebaut – sind Sie handwerklich auch so begabt?

Dass er alles selber eingebaut hat, das glaub ich ihm nicht ganz (schmunzelt). Nein, im Ernst: Ich hab’ schon einiges selbst gemacht, aber handwerklich gesehen bin ich in erster Linie ein guter Hilfsarbeiter – von den wichtigen Dingen lass’ ich lieber die Finger und vertraue den Profis. Da bin ich dann doch eher der Mann im Hintergrund der alles organisiert und koordi-niert.

Apropos Organisieren: In Ihrem Leben ist derzeit ja einiges los. Sie verfassen Kolumnen für die Kronenzeitung, sind regelmäßig bei Sport am Sonntag auf ORF 1 zu sehen, arbeiten bei Salomon im Bereich Marketing, haben ihren Sponsoringvertrag mit Gaulhofer bis 2012 verlängert und studieren nebenbei noch an der Privatuniversität Seewalchen. Wie kriegt man das alles unter einen Hut?

Naja, eigentlich ist es umgekehrt: Mein Studium ist die Hauptbeschäftigung und den Rest mache ich nebenbei. Es klingt viel, aber ich mach’ das gerne. So habe ich die Möglichkeit in viele Bereiche reinzuschnuppern. Man muss dann natürlich auch Abstriche machen, damit die ganz wesentlichen Dinge des Lebens, wie Familie und Freunde nicht zu kurz kommen.

Wann kommen Sie bei all diesen „Nebenjobs“ zum Lernen?

Meist in der Nacht und am Wochenende. Zu meiner eigenen Verwunderung läuft bis jetzt alles nach Plan und ich konnte alle Prüfungen gut abschließen.

Das bisschen Freizeit, das da noch bleibt, wie verbringen Sie diese am liebsten?

Am liebsten in der Natur mit Eva, am Motorrad und natürlich gerne zuhause im Wohnzimmer vor dem Kamin bei guter Gesellschaft oder einem guten Buch.

Was lesen Sie?

Derzeit „Ein Tag in meinem Leben“ von Felix Gottwald. Mir taugt die Einstellung von Felix. Ich kenne Felix auch privat und spreche gerne mit ihm über Gott und die Welt - er hat zu vielen Dienen einen sehr interessanten Zugang. (kurze Pause) Eigentlich muss es heißen ich philosophiere mit Felix, ja mit dem Felix tut man eher philosophieren als sprechen.

Was ich vorhin vergessen habe, zusätzlich engagieren Sie sich stark für Benefizprojekte.

Ja, vor allem Kinder liegen mir sehr am Herzen. Deshalb habe ich auch die Schirmherrschaft für das Projekt Rekiz übernommen. Das ist eine Stiftung für den Bau von Kinderzentren zur therapeutischen Versorgung von schwerstverunfallten Kindern.

Ihr tragischer Skiunfall ist nun über ein Jahr her, haben sich durch diesen Schicksalsschlag ihre Prioritäten verändert?

Was mein privates Leben angeht keineswegs. Familie und Freunde sind immer noch das Wichtigste für mich. Beruflich hat sich natürlich alles geändert. Ich versuche meinen Körper zwar weiterhin fit zu halten, aber ich muss nicht ständig topfit sein. Ich genieße es dann Sport zu machen, wenn ich Lust dazu habe und mich nicht nur körperlich, sondern derzeit besonders geistig zu fordern.

Können Sie sich vorstellen irgendwann wieder Skirennen zu bestreiten?

Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass ich das irgendwann wieder mache – in diesem Jahr aber sicher noch nicht. Jetzt ist es bei mir vom Kopf her so, dass ich mir sage, dass ich das 15 Jahre lange gemacht habe und eine Pause brauche. Wenn ich das Gefühl habe wieder bereit zu sein, dann fang ich einfach wieder an.

Sie sind ein unglaublich positiver Mensch, woher nehmen Sie Ihre Kraft? Oder anders gefragt welchen Rat würden Sie Menschen geben, die einen Schicksalsschlag zu meistern haben?

Es ist natürlich sehr schwer einen pauschalen Rat zu geben, man kann nicht von einem Fall auf den anderen schließen. Aber prinzipiell sollte man die Dinge sehen, die man hat bezie-hungsweise die man machen kann und nicht jene, die man verloren hat.