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Interview Romed Baumann

Dezember 2009

Über sein Leben, seine Erfolge, Gaulhofer und das Glück sein Hobby zum Beruf zu haben

Die Weltcupsaison 2009/2010 hat gut für Romed Baumann begonnen. Beim fünften Weltcup-Rennen in Val d’Isère sichert sich Romed Baumann in der Superkombination seinen ersten Weltcup-Stockerlplatz der Saison und blickt zuversichtlich den Olympischen Winterspielen 2010 entgegen. Wir haben mit dem 23-jährigen Tiroler kurz nach seinem Weltcup-Erfolg über Privates und Berufliches geplaudert.

Herzliche Gratulation zu Ihrem Weltcup-Erfolg! Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Saisonstart?

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Bei den letzten Rennen in Nordamerika habe ich gut punkten können und mich mit dem 3. Platz in der Superkombination in Val d’Isère für die Olympischen Spiele qualifiziert. Derzeit stehe ich auf Platz 8 in der Gesamtweltcupwertung, aber die Konkurrenz schläft natürlich nicht.

Apropos Konkurrenz: Wie eng ist eigentlich das Verhältnis zu Kollegen bzw. Mitstreitern? Wie viel Zeit verbringt man gemeinsam abseits der Rennstrecke?

Skifahren ist prinzipiell eine Einzelsportart, aber man ist dann doch die ganze Saison über mit seinen Teamkollegen unterwegs. Besonders mit den Zimmerkollegen wächst man zusammen und erlebt Höhen und Tiefen mit. Ich hab mich erst kürzlich wieder total gefreut, als der Mario (Anmerkung der Redaktion: Mario Scheiber) nach seiner Verletzung wieder zurückgekommen ist und bei den Weltcuprennen starten kann. Insgesamt ist das Verhältnis  untereinander sehr kollegial – wir verstehen uns gut. Im Rennen fährt dann aber wieder jeder für sich.

Zurück auf die Rennstrecke: Gibt es Rennen, an die man sich besonders gut erinnert – sei es aufgrund eines positiven oder negativen Erlebnisses?

Die besten Erlebnisse, an die man sich lange und gerne zurück erinnert sind die, wenn man ins Ziel einschwingt und den 1er aufleuchten sieht. Das schlimmste Rennen für mich persönlich war 2008 in Kvitfjell, als der Lanzi so tragisch gestürzt ist.

Wie geht man mit solchen einschneidenden Erlebnissen und der Gefahr, die bei jedem Rennen mitfährt um?

Ich verdränge so was. Zu viele von diesen Gedanken im Hinterkopf blockieren einen. Wenn man nicht frei ist, dann macht man Fehler und das kann schlimm ausgehen. Auf Dauer müsste man sich sonst auch irgendwann fragen, ob man nicht besser mit dem Sport aufhört und das möchte ich keinesfalls.

Auch wir hoffen natürlich noch auf zahlreiche 1er die im Ziel für Sie aufleuchten. Was uns jedoch auch interessiert, wie lebt Romed Baumann abseits der Rennstrecke?

In Hochfilzen bei meiner Familie. Aber sehr viel Zeit verbringe ich nicht zu Hause, denn wenn ich nach der Saison wieder Zeit für mich habe, dann pendle ich meist zwischen Familie und Freundin hin und her. In meiner Freizeit geh’ ich gern auf den Berg, schwimmen oder Tennis spielen. Und ich habe eine Schwäche für’s Trial (Anmerkung Redaktion: ein Geländemotorrad) fahren.

Wir haben gehört Sie leben mit Fenstern von Gaulhofer. Was verbindet Sie außer Ihrem täglichen Ausblick mit Ihrem Sponsoringpartner?

Ja, in meinem Heimathaus haben wir schon seit rund zwanzig Jahren Gaulhofer-Fenster eingebaut. Auch bei meiner Freundin genießen wir den Blick durch Gaulhofer-Fenster. Es ist ein höchst innovatives Unternehmen, das mit den neuesten Technologien arbeitet und sich kontinuierlich selbst pusht, um der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Nach diesem Motto lebe auch ich: nie auf Erfolgen ausruhen – sich immer weiterentwickeln.

Gibt es dabei Dinge, bei denen es Ihnen sehr schwer fällt darauf verzichten zu müssen?

Nein, ich MUSS ja auf nichts verzichten, was ich mach’, macht mir Spaß. Es haben nicht viele das Glück von sich behaupten zu können, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Natürlich muss man wie in jedem anderen Beruf auch Abstriche machen, das tut man dann aber gerne, wenn einen der Beruf ausfüllt.

Zum Abschluss noch aus gegebenen Anlass: Wie werden Sie die Weihnachtsfeiertage und Silvester verbringen?

Die Weihnachtsfeiertage werde ich zuhause bei meiner Familie verbringen. Ich hoffe es fällt genügend Schnee zum Tiefschneefahren – dann pack’ ich die dicken Tiefschneeski aus, und hupf’ ins Gelände. Über Silvester habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Da bin ich dann gerade frisch von Bormio zurück. Das ist die härteste Abfahrt der Welt, ich weiß nicht ob ich da am Abend noch munter bleib (lacht).

Danke, dass Sie sich für das Interview Zeit genommen haben! Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und viel Glück und Erfolg im neuen Jahr!

Hier können Sie sich das gesamte Interview als PDF Downloaden:
Interview Romed Baumann
(PDF 45,7 KB)